Kamerun - das Land

Kamerun liegt im westlichen Zentralafrika. Das Land ist umgeben von Nigeria, dem Tschad, der Zentralafrikanischen Republik, der Republik Kongo, Gabun und Äquatorialguinea. Im Südwesten grenzt Kamerun an den Atlantischen Ozean.

 


Das Land umfasst eine Fläche von 475.442 km² (Deutschland: 357.104 km²) und hat eine Einwohnerzahl von ca. 20 Millionen (Deutschland: 82 Millionen).

In Kamerun leben 42 Einwohner pro km² (Deutschland: 230 Einwohner pro km²). In der Hauptstadt Jaunde leben fast ca. 2 Millionen Menschen.

Kamerun hat die Staatsform einer Präsidialrepublik. Der Staat gliedert sich in zehn Regionen. Staatsoberhaupt ist seit 1982 Paul Biya.

Amtssprachen sind Französisch (ca. 80 %) und Englisch (ca. 20 %).

Von 1884 bis 1916 stand Kamerun unter deutscher "Schutzherrschaft". Aus dieser Zeit sind noch Gebäude, Sprachelemente und kulturelle Einflüsse zu finden. Die Bantus machen über 70 % der Bevölkerung aus. Insgesamt existieren über 250 verschiedene Stammessprachen.

Die Religionen existieren in Kamerun friedlich nebeneinander, ca. 2/3 der Kameruner sind Christen, ca. 1/3 Muslime. Ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung sind Animisten. Häufig mischen sich traditionelle Gebräuche in die bestehenden Religionen. Trotz der europäischen Einflüsse hat sich das Land ein sehr verschiedenartiges Kulturerbe in den Völkergruppen bewahrt.

Kamerun wird als "Afrika im Kleinen" bezeichnet, weil hier alle Landschafts- und Vegetationsformen Afrikas zu finden sind. Weite Bereiche im Süd-Osten sind mit Regenwald bedeckt. In der Mitte gibt es ausgedehnte Savannen, der Westen ist gebirgig, der Norden heiß und trocken. Es ist ein sehr fruchtbares Land und reich an Rohstoffen. Zu den Hauptexportgütern zählen Erdöl, Kakao, Holz, Kaffee, Bananen und Baumwolle. Hohe Transportgebühren, hohe Zölle und eine hohe Mehrwertsteuer überteuern Importgüter. Korruption ist zudem ein weit verbreitetes Problem. Die Regierung kämpft dagegen.

Um nach einer langen wirtschaftlichen Krise den Aufschwung zu fördern, werden derzeit Investoren verschiedener Staaten eingeladen. Staudammprojekte für Energieförderung, Aufbau eines Welttiefseehafens, Aufbau industrieller Projekte und Förderung von Agrikultur und Viehzucht geben dem Land Hoffnung auf wirtschaftliche Stabilität.

Der Anteil der Analphabeten in Kamerun wird auf 25 % geschätzt (Deutschland: 4 %) - trotz einer bestehenden Schulpflicht. Um Jugendlichen vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten zu eröffnen und ihnen eine zukünftige selbständige Lebensführung zu ermöglichen, müssen neben dem schulischen Bildungssystem, bestehend aus Grundschulen, Gymnasien, Hochschulen und Universitäten, die beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten stärker ausgebaut werden.  

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Einige Eindrücke vom Markt der kamerunischen Hauptstadt Jaunde wurden von Marcel M. Ayissi Atangana fotografisch festgehalten (siehe unten).

Viele mittellose Menschen könnten mit geringem Aufwand an Unterstützung ihren Lebensunterhalt verdienen. 

 


KLEIDERVERKAUF ZU FUß
Für 30 Euro kann man hier Wäsche oder Kleidung einkaufen, auf
Kopf und Arme packen - und los geht`s...



 

 


KOCHBANANEN-GRILL AN DER STRASSE
Von zu Hause bringt diese Verkäuferin einen Grill, Hocker,
2 Plastikschüsseln, 1 Messer und einen Wasserkanister mit.
Unterwegs kauft sie Kochbananen (oder bringt sie vom
eigenen Garten mit).





LEBENSMITTELVERKAUF
Lebensmittel werden auf einem Fahrradanhänger-Stand verkauft.
Immer werden die freistehenden Stände mit einem Schirm gegen
Sonne und Regen geschützt. Wir sind hier in der äquatorialen
Regenwaldzone, wo sich starke Sonne mit plötzlichen Regen-
güssen abwechseln.


 

 


CALL BOX
Hier können Passanten vom Handy des Verkäufers Anrufe tätigen
für eine Mindestgebühr von umgerechnet 8 Cent.
Telefonguthaben werden auch schon in geringsten Mengen verkauft. Voraussetzung für den Verkäufer ist eine Lizenz und eine Kaution. Außerdem liegen auf dem Holzkasten noch Flip-Flops zum Verkauf.



 


SCHUSTERKIOSK ZUM ABSCHLIEßEN
Die Aufschrift "Cordonnerie" bedeutet: "Schuhmacherei". Darunter
steht "Affutage counteau" - "Messer-Schleiferei". Dafür stehen die
Schleifgeräte vor dem Kiosk. Außerdem werden hier Gürtel und
Bänder angeboten.